Das erste Mal

Kaum hatten wir das neue Familienmitglied entgegen genommen wurde auch schon alles für den ersten Ausflug vorbereitet. Ziel war Union Lido in Italien. Das packen dachten wir geht schnell. Wir hatten ja zuvor alles aus dem Wohnwagen ausgeräumt und gleichzeitig ausgemistet. Ziel war es, alles was danach noch übrig blieb schnell und fein säuberlich in den neuen Camper zu laden … nun wir hatten in der Planung die Staufächer des Grand California nicht auf dem Plan.

Es gibt zwar mehr als ausreichen Staufächer aber die Größe vor allem die Tiefe kommt eben nicht an das ran, was wir bisher vin unserem Wohnwagen gewohnt waren. So mussten wir doch mehr „improvisieren“ und neu entscheiden was wir mitnehmen wollen.

Auch die Kindersitze sind ein „kleines“ Problem im Grand California 600. Ich kann es nicht ganz nachvollziehen wie man einen „Familien-Camper“ mit einer so engen Rücksitzbank entwerfen kann. Aber zu dem Thema (auch weil es mich noch diesem Urlaub noch mehr beschäftigt) werde ich in einen eigenen Blogeintrag eingehen.

Nachdem dies geschafft war gab es nur noch eine kurze Nacht. Wir stellten den Wecker auf 02:30 Uhr morgens und bereits um 03:00 Uhr saßen wir im Grand California und machten uns auf den Weg nach Süden! Der Routenplaner sagte irgendwas von 06 Stunden und 30 Minuten und so machten wir uns frohen Mutes auf den Weg nach Italien.

Das zweite was wir neben den Staufächern nicht ganz auf dem Plan hatten waren doch die vielen Menschen die auch gerne in Italien Urlaub machen. Ich gebe es zu, ich dachte nicht, dass an dem Donnerstag noch so viel Verkehr sein würde. So wurden aus den berechneten 06:30 Stunden am Ende doch eher 10:00 Stunden. Aber es war eine sehr angenehme Fahrt. Der Grand California bietet ein sehr angenehmes Fahrverhalten, das eher einem PKW gleich kommt. Um 13 Uhr Stunden standen wir dann aber auch am Stellplatz!

Die Tage in Union Lido vergingen wie im Flug. Ich kann bescheinigen, dass der Camper gerade im Sommer eine wirklich gute Figur macht. Das kochen quasi im Freien ist wirklich toll. Die besten Erlebnisse waren aber tatsächlich die viel Leute die uns auf den Grand California ansprachen. Am Campingplatz waren wir tatsächlich ein Blickfang – naja sind wir ehrlich nicht wir waren der Blickfang sondern eher der Grand California.

Auch das Übernachten inklusive dem „Umbau“ war kein Problem. Zur Schlafenszeit der Kinder bereiteten wir das obere Bett vor. Die Kinder hatten leichte Schlafsäcke mit dabei und fühlten sich in Ihrer Höhle sehr wohl. Dank des enthaltenen Netzes war auch keine Sorge geboten, dass die Kinder runterfallen könnten. Ich hatte einige Tests gemacht und das Netz hält sehr gut.

Auch das Bett für uns Eltern war sehr angenehm das „Liege-Gefühl“ ist super und für uns zwei war ausreichend Platz geboten um wirklich angenehm schlafen zu können. Natürlich muss man fairer Weise auch sagen, dass das Bett im Wohnwagen noch größer war – aber zumindest von der Liegequalität steht der Grand California unserem Fendt in nichts nach.

Der Kühlschrank finde ich auch sehr angenehm, da sich dieser sowohl von Innen wie auch von Außen öffnen lässt. Für uns bietet er ausreichen Platz und die Kühlung ist hervorragend.

Die Außendusche war in Italien auch oft im Einsatz. gerade vor dem Schlafen gehen mussten die Kinder „entstaubt“ werden. Das funktionierte wirklich gut und die Kinder hatten jede Menge Spaß dabei.

Die Heimreise war vom Fahren her wieder recht angenehm. Wir hatte zwar einige Staus „mitgenommen“ aber dank der Technik wie ACC und der wirklich hervorragenden 8-Gang Automatik war die Fahrt sehr angenehm. Lediglich folgende Dinge stören (vor allem meine Frau):

  • Der Scheibenwischer bzw. dessen Relais „knackt“ ziemlich laut
  • Es gibt eine klassische Handbremse
  • Line Assist mit „Fehlern“

Bei den ersten beiden Punkten sage ich immer im Herzen ist es halt ein Crafter und somit ein Handwerker Auto. Es sind eher „kosmetische“ Dinge. Aber gerade wenn man natürlich von der V-Klasse Marco Polo kommt fallen diese Punkte schon auf.

Der Line Assist hat oft bemängelt (in dem er laut „hupte“), dass ich nicht in der Mitte der Spur fahren würde. Meiner Ansicht nach machte ich es aber. Ich werde diesen Punkt auf jeden Fall nochmal bei VW ansprechen und Nachfragen. Ich halte Euch darüber auf dem Laufenden.

Eine kleine Überraschung gab es dann noch auf der Heimfahrt. Als wir gerade im Stau standen und die Nebenfahrspur wieder losfahren konnte hupte es plötzlich neben uns. Überrascht schauten meine Frau und ich aus dem Fenster und sahen einen weiteren Grand California 600 der uns freudig zu winkte.

Es war insgesamt ein sehr schöner Ausflug und wir hatten viel Spaß in den ersten Nächten in unseren neuen Grand California 600.

Unser Ziel für die nächsten schönen Wochenenden viele kleine Ausflüge mit Übernachtung zu machen. Auch steht auf der Agenda das ein oder andere mal Autark zu stehen. Wir werden Euch natürlich auf den Laufenden halten.

Euer
Benny Camper